Geschichte des Monats
Seit September 2008 stellen wir Ihnen hier im monatlichen Wechsel Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen rund um den Bahnhof Lette und rund um die Eisenbahn vor.
Schauen Sie gerne wieder herein.
Juli 2010
Nach über 70 Jahren ans Licht gehoben : Akten vom Alten Bahnhof Lette, Teil IV
Was alte Eisenbahnakten aus Lette erzählen
Bei Dacharbeiten wurden sie zu Tage gefördert, alte Akten, die seit etwa siebzig Jahren im unzugänglichen Spitzboden des Bahnhofs Lette schlummerten und zustaubten. Sie geben nach ihrer Reinigung und Sichtung Einblicke in das Leben und Treiben am Bahnhof Lette in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, aber auch in die politische und verkehrspolitische Lage.
Botschaft von höchster Stelle
Vom damaligen Reichsverkehrsminister Dorpmüller, Berlin, wurde ein Aushang in mehrfacher Ausfertigung am 05.10.1938 an alle Dienststellen gesandt. Das Papier zeigt die enge Verbindung der Reichsbahn(-Spitze) in Berlin wie in Münster mit der Politik des „Führers“: „Kameraden! Zum zweiten Male in diesem Jahre hat der Führer großdeutsche Geschichte gemacht. Wir deutschen Eisenbahner sind stolz darauf, daß wir dabei mitwirken konnten. Überall, wohin uns der Führer rief, haben wir unsere Aufgaben erfüllt. Bei der Sicherung der Reichsgrenze im Westen und Osten, bei den umfangreichen Truppentransporten, beim Reichsparteitag und bei allen anderen bedeutenden Mehrleistungen zur Verwirklichung des Vierjahresplans, die in diesen Wochen von Euch verlangt werden mußten, habt Ihr in freudiger Pflichterfüllung und unermüdlicher Hingabe außergewöhnliche Leistungen vollbracht. Damit habt Ihr Euch wieder als die treusten Helfer unseres großen Führers erwiesen. Seine Anerkennung über solche Leistungen der Deutschen Reichsbahn und der deutschen Eisenbahner hat mir der Führer nach seiner Rückkehr von den weltgeschichtlichen Tagen in München ausgesprochen. Darauf dürfen wir stolz sein. Euch allen danke ich aus vollem Herzen für diese Leistungen. Wie bisher gilt auch in Zukunft unser Schaffen Führer und Volk. Vorwärts unter der Parole: Alles für unser großes mächtiges Vaterland und für unseren Führer Adolf Hitler! Gez. Dorpmüller. Diesen Worten des Dankes und der Anerkennung schließe ich mich an. Der Präsident der Rbd Münster. Gez. Arzt.“
Auswirkungen der Sudetenkrise
Nach Überwindung der Sudetenkrise galt ab dem 25.10.1938: „Die angeordnete Urlaubssperre ist aufgehoben.“ Reichsbahn-Betriebsamt Coesfeld vom 25.11.1938. Um festzustellen, wieviel Bedienstete auf die einzelnen Bahnarztbezirke entfallen, melden die Dienststellen bis zum 02.12.1938 bestimmt, die Zahl der am 01.12.1938 vorhandenen Beamten und Arbeiter. Die nach Sudetendeutschland abgeordneten Bediensteten sind nicht zu berücksichtigen.“ Antwort Bahnhof Lette: „Beamte 2, Arbeiter 2, Zusammen 4.“
Die RBD Münster klärte am 06.10.1938: „Sendungen an Dienststellen und Angehörige der Wehrmacht in den Sudetendeutschen Gebieten unterliegen der Zollrevision an der alten Reichsgrenze nicht. Bei derartigen Sendungen darf daher Beigabe von Zollpapieren nicht gefordert und Annahme wegen Fehlens von Zollpapieren nicht verweigert werden. Die Annahmebediensteten sind sogleich zu unterweisen.“ Gemäß Erlaß des Reichsverkehrsministers vom 03.11.1938 wurde den Arbeitern für Dienstreisen und Abordnungen nach den sudetendeutschen Gebieten die volle Auswärtszulage bis zum 19.11. des Jahres einschließlich bewilligt. Die Situation bei der Eisenbahn des „heim ins Reich geholten“ Sudetendeutschlands zeigt ein Schreiben der RBD Münster vom 10.10.1938: „Betreff: Abgabe von Geräten. Für die Ausrüstung der von den Tschechen vollständig ausgeräumten sudetendeutschen Bahnhöfe werden wir um vorübergehende Überlassung von Stechkarren und Dezimalwaagen ersucht. Den VÄ (Verkehrsämtern) und MÄ (Maschinenämtern) ist sofort mitzuteilen, wieviele Stechkarren und Dezimalwaagen aushilfsweise zur Verfügung gestellt werden können. Die Geräte müssen sich selbstverständlich in betriebsfähigem Zustande befinden. Bei den Dezimalwaagen ist die Wiegefähigkeit (kg) und die Brückengröße anzugeben. Fehlanzeige ist nicht erforderlich.“
Eisenbahner-Unterbringung
Die Anfrage des Vorstandes des Rba Coesfeld 12.10.1937, „in welchem Umfange dem stationären Personal zur Unterbringung von Kleidern und sonstigen Privatgegenständen Schrankfächer zugeteilt sind und für welche Bedienstete solche noch fehlen“. ergab beim Bahnhof Lette: „nach Zahl der Bediensteten 3 Stück“. Das Reichsbahn-Betriebsamt Coesfeld forderte am 26.10.1938 auf zum „Melden der Zahl des wohnungslosen oder vorläufig nur notdürftig oder behelfsmäßig untergebrachten Personals mit eigenem Hausstand.“ Vermerk Bahnhof Lette: „Fehlanzeige.“
Blutordensträger - in Lette Fehlanzeige
Parteigenossen wurden in der Nazizeit selbstverständlich gefördert. „Betreff: Blutordensträger. Der Herr Reichsverkehrsminister hat angeordnet, daß Reichsbahnbedienstete, die Blutordensträger sind, zur Teilnahme an den Feierlichkeiten am 08. und 09.11.1938 in der Hauptstadt der Bewegung (= München) dienstlich abzuordnen sind. Beamten und Angestellten ist Reisekostenvergütung nach den Reisekostenvorschriften der Reichsbahn, Arbeitern Auswärtszulage zu gewähren. Wir ersuchen, etwa vorhandene Blutordensträger entsprechend zu verständigen und uns diese namhaft zu machen.“ Vermerk Bahnhof Lette: „Hier Fehlanzeige.“ Den 1933 gestifteten Blutorden, die höchste Auszeichnung der NSDAP, erhielten Teilnehmer des Putsches von 1923, ab 1938 wurde die Verleihung auf alle Parteigenossen ausgedehnt, die wegen Beteiligung an der Bewegung zumindest im Gefängnis waren. Reichsbahnbediensteten, die auf Veranlassung oder mit Billigung der NSDAP an den Feierlichkeiten am 08. und 09.11.1938 am Mahnmal und der Ewigen Wache in der Hauptstadt der Bewegung (= München) teilnahmen, konnte der erforderliche Urlaub ungeachtet einer Verfügung vom 16.10.1938 erteilt werden. Seltsamerweise sollten Parteimitglieder auf Freifahrausweisen jedoch inkognito bleiben, wohl um den Verdacht der bevorzugten Behandlung zu zerstreuen. So schrieb die RBD Münster am 01.10.1938: „Betreff: Neuausfertigung von Freikarten. Mit dem 31.12.1938 verlieren die von uns ausgefertigten Dienstfreikarten und Berechtigungskarten zur Mitfahrt auf der Lokomotive usw. ihre Gültigkeit. Für die Anforderung der für die Jahre 1939/1940 erforderlichen Dienstfreikarten ist der anliegende Vordruck A, für die Berechtigungskarten Vordruck B, zu benutzen. Die erforderlichen Lichtbilder sind den Nachweisungen beizufügen und auf den Rückseiten mit den betreffenden Namen zu versehen. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß Lichtbilder, die den Freikarteninhaber als SA- oder SS-Mann darstellen, oder aus denen man die Zugehörigkeit zur NSDAP erkennen kann, nicht verwendet werden dürfen.“ Intern lag die Sache anders. Die RBD Münster forderte am 09.01.1939: „Betreff: Förderung alter Nationalsozialisten. Die Dienststellen melden den Ämtern bis zum 10.02.1939, die Ämter, Direktionsbüros und die der RBD unmittelbar unterstellten Dienststellen bis zum 15.02.1939 die Gesamtzahl dieser alten Nationalsozialisten.“
Korrekte Bahnhofsbezeichnungen
Die Wirtschaftslage der Deutschen Reichsbahn schien im Sommer 1937 relativ gut. Die Eisenbahnabteilungen des Reichsverkehrsministeriums Berlin schrieben am 14.08.1937: „Betreff: Namen und Wegweiser auf Bahnhöfen. Die Dienstvorschrift über Namen und Wegweiser auf Bahnhöfen (Naweba) ist nunmehr fast 7 Jahre in Kraft. Trotz dieser langen Zeit ist es offenbar noch nicht gelungen, die Bahnhofsbezeichnungen mit den Bestimmungen dieser Vorschrift in Einklang zu bringen. Den immer wieder auftauchenden Klagen der Reisenden über mangelhafte Anbringung dieser Bezeichnung ist, wie wir uns in vielen Fällen selbst überzeugt haben, eine Berechtigung nicht abzusprechen. Wir legen größten Wert darauf, daß nunmehr unseren wiederholt ergangenen Anordnungen mit Beschleunigung nachgekommen wird, zumal jetzt den Reichsbahndirektionen reichliche Wirtschaftsmittel zur Verfügung stehen.“
Personenverkehr
Aus der Fahrkartenbedarfsliste von 1937 ist ersichtlich, welche Personenzug-Fahrkarten in welcher Menge bei der Fahrkartenausgabe Lette vorrätig lagerten und demnach ständig von Reisenden verlangt wurden. Nicht nur die Fahrtziele, sondern auch die Fahrpreise sind interessant. Eine Kinderfahrkarte nach Coesfeld kostete damals 3. Klasse nur 15 Pfennige. Nach Münster kam ein Erwachsener von Lette für 2 Mark, inklusive 1x Umsteigen über Dülmen für nur 1,70 Mark.
Von Lette (Kr Coesfeld) nach: |
tarifmäßige Wegevorschrift |
Tarifentfernung |
Klasse |
Fahrpreis |
Stückzahl |
Ahaus |
Coesfeld |
26 |
3 |
1,10 |
200 |
Appelhülsen |
Dülmen |
23 |
3 |
95 |
100 |
Billerbeck |
Coesfeld |
19 |
3 |
80 |
300 |
Bösensell |
Dülmen |
28 |
3 |
1,20 |
100 |
Bork (Westf) |
|
34 |
3 |
1,40 |
100 |
Buldern |
Dülmen |
18 |
3 |
75 |
100 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
2 |
35 |
200 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
25 |
2.000 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
Kind 15 |
200 |
Dortmund Hbf |
Lünen |
56 |
3 |
2,30 |
200 |
Dülmen Ost |
|
11 |
3 |
45 |
500 |
Epe (Westf) |
Coesfeld |
37 |
3 |
1,50 |
100 |
Gelsenkirchen |
Dülmen |
54 |
3 |
2,20 |
100 |
Gronau (Westf) |
Ahaus |
41 |
3 |
1,70 |
100 |
Havixbeck |
Coesfeld |
28 |
3 |
1,20 |
100 |
Holtwick |
|
13 |
3 |
5 |
200 |
Lüdinghausen |
|
23 |
3 |
95 |
100 |
Lutum |
|
13 |
3 |
55 |
100 |
Merfeld |
|
5 |
3 |
20 |
400 |
Münster (Westf) Hbf |
Dülmen |
41 |
3 |
1,70 |
400 |
Münster (Westf) Hbf |
Coesfeld |
48 |
3 |
2,00 |
300 |
Ramsdorf |
Coesfeld |
30 |
3 |
1,20 |
100 |
Recklinghausen Hbf |
Dülmen |
39 |
3 |
1,60 |
100 |
Reken |
Coesfeld |
24 |
3 |
1,00 |
100 |
Sinsen |
Dülmen |
32 |
3 |
1,30 |
200 |
Velen |
Coesfeld |
26 |
3 |
1,10 |
100 |
Wanne Eickel Hbf |
Dülmen |
49 |
3 |
2,00 |
100 |
|
|
|
|
|
|
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
50 |
2.000 |
Dülmen |
|
11 |
3 |
90 |
200 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
2 |
50 |
200 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
35 |
200 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
Kind 20 |
200 |
Legden |
|
18 |
3 |
1,00 |
100 |
Lüdinghausen |
|
23 |
3 |
1,30 |
200 |
Münster (Westf) Hbf |
Dülmen |
41 |
3 |
2,20 |
300 |
Münster (Westf) Hbf |
Dülmen/Roxel |
48 |
3 |
2,60 |
300 |
Coesfeld (Westf) |
|
6 |
3 |
1,10 |
100 |
Dülmen Ost |
Dülmen |
11 |
3 |
2,00 |
100 |
Sinsen |
Dülmen |
32 |
3 |
4,10 |
100 |
Coesfeld (Westf) |
Dülmen |
6 |
3 |
2,70 |
100 |
Coesfeld (Westf) |
Coesfeld |
6 |
3 |
15 |
200 |
Münster (Westf) Hbf |
Dülmen |
41 |
3 |
65 |
300 |
|
|
|
|
|
|
Dülmen Ost |
|
11 |
Mil 3 |
20 |
100 |
Düsseldorf |
Coesfeld-Kirchhellen-Duisburg |
96 |
Mil 3 |
1,50 |
100 |
Düsseldorf |
Dülmen-Duisburg |
104 |
Mil 3 |
1,60 |
100 |
Essen |
Dülmen |
65 |
Mil 3 |
1,00 |
100 |
Oberhausen Hbf |
Coesfeld-Kirchhellen |
65 |
Mil 3 |
1,00 |
100 |
Oberhausen Hbf |
Dülmen |
73 |
Mil 3 |
1,10 |
100 |
Osnabrück Hbf |
Münster |
92 |
Mil 3 |
1,40 |
100 |
Rheine |
Coesfeld |
52 |
Mil 3 |
80 |
100 |
Fahrkarten nach Gattungen: Dopp P. So. A Woch[en]. Schül Mon[at]. Mil[itär].
Die Sollzusammenstellung der Einnahmen Fahrkartenausgabe / Gepäckabfertigung Lette, Direktionsbezirk Münster vom September-Dezember 1937 sah so aus:
Binnenverkehr |
Sept. |
Okt. |
Nov. |
Dez. |
Zusammen RM Rpf |
Personen |
|
|
|
|
7.685,50 |
Gepäck u. Expreßgut |
43,85 |
33,43 |
21,45 |
35,30 |
134,03 |
Einnahmen nach dem Fahrgeldbuch und dem Einnahmebuch für Gep u. Expr. |
1.573,00 |
2.184,28 |
2.035,40 |
|
7.819,53 |
Einnahme Dez. |
|
|
|
|
5.792,68 |
Einnahme Expr |
|
|
|
|
18,55 |
Fahrkartenausgabe Lette bat die Fahrkartenverwaltung Oldenburg um Übersendung der angeforderten Fahrkarten „Coesfeld 3. Klasse Sonntagsrückfahrkarten“ und „Coesfeld einfach“, weil der Bestand restlos verausgabt war.
Fahrausweisvernichtung
Der Umgang mit abgelaufenen Fahrausweisen war genauestens geregelt, um ja sicher zu gehen, daß sie nicht zum Schaden der Reichsbahn wieder verwendet werden konnten. So schrieb die Reichsbahndirektion Münster am 16.01.1939: „Betreff: Vernichtung verbrauchter Fahrausweise. Die verbrauchten Fahrausweise (Scheine und Karten) des Jahrganges 1935 sind von den Ausfertigungsstellen unter Aufsicht zu verbrennen. Angebrochene Fahrscheinblocks zählen zu dem Kalenderjahr, in dem der letzte in ihnen enthaltene Fahrschein verbraucht ist; eine Trennung der Blocks darf nicht stattfinden. Die Vernichtung der Fahrausweise ist in der Nachweisung über den Bestand an Freifahrausweisen unter Angabe der Nummern der vernichteten Ausweise sowie des Vernichtungstages zu vermerken. Die ab 01.01.1936 verbrauchten Fahrausweise sind bis zu der jeweils von uns ergehenden Anordnung der Vernichtung von den Ausfertigungsstellen jahrgangsweise gebündelt aufzubewahren.“
Fahrplananordnungen - Verstärkungen
Fahrplananordnungen ergingen aus unterschiedlichen Anlässen, so z.B. zum Reichserntedanktag im Oktober 1937. Am 03.07.1937 wurde ein dienstlicher Sonderzug Jever-Münster Hbf vom Reichsverkehrsministerium bestellt, der am 08.07.1937 mit Lok Pt 37.17 78.0-10 fahren sollte. Die Fahrplananordnung 2143 vom 29.11.1938 regelte das Verkehren von Vor-, Nach- und Leerzügen sowie die Verstärkung der Reisezüge zu Weihnachten/Neujahr 1938/39. Die Reichsbahndirektion Münster regelte am 12.12.1938 Arbeitsdiensturlauberzüge. Sonntagsrückfahrkarten oder Blanko-Sonntagskarten wurden ausgestellt z.B. zur „Reichsausstellung für Nahrungs- und Genußmittel“ vom 24.09. bis 03.10.1937 wie auch am 06.11.1938 zur „Boxveranstaltung der SA-Gruppe Westfalen gegen faschistische Miliz zugunsten des Winterhilfswerks“ in der Dortmunder Westfalenhalle. Am 29.10.1938 wurde die Verfügung 8 L 88 vom 01.09.1938, wonach KdF (Kraft durch Freude) -Rückfahrkarten zur Benutzung von Zügen des öffentlichen Verkehrs gültig waren, aufgehoben. Am 30.10.1938 regelte die RBD Münster die „Freifahrt während des Weihnachtsverkehrs“, am 15.12.1938: „Alle zuschlagpflichtigen Reisezüge dürfen am 23., 24., 26. und 27. Dezember 1938 und am 2. und 3. Januar 1939 mit Arbeiterrückfahrkarten nicht benutzt werden. Für die Beförderung von Reisenden auf Arbeiterrückfahrkarten sind folgende schnellfahrenden Entlastungszüge eingelegt“, und am 17.12.1938 den Güter- und Viehzugverkehr zu Weihnachten 1938 und Neujahr 1939. Der Bezirksverband der Reichsbahn-Kurzschriftvereine im Reichsbahn-Direktionsbezirk Münster veranstaltete am 06.11.1938 in Rheine ein Wettschreiben. Zur Teilnahme daran konnte allen kurzschriftkundigen Reichsbahnbediensteten Urlaub und freie Fahrt ohne Anrechnung gewährt werden, wenn dienstliche Bedenken nicht bestanden. Lette meldete: „Hier kein Bedarf“. Am 26.12.1938 wurde die Herausgabe einer Dienstvorschrift für den Wehrmachturlauberverkehr zu den großen Festen angekündigt.
Der Leiter der Reichsarbeitsdienst-Truppführerschule 8, Lette, schrieb am 10.11.1938 an die Reichsbahndirektion, Abt. Fahrplan, Münster: „Am Sonnabend, den 26.11.1938, will ich mit 80 Führern und Lehrgangsteilnehmern meiner Schule nach Gescher fahren. Hierfür kommt zeitlich nur der Zug Nr.2563 ab Dülmen-Ost 9.36, an Coesfeld 9.49 in Frage. Da Lette als Haltepunkt nicht vorgesehen ist, bitte ich in diesem Falle zu veranlassen, daß am 26.11. der vorgenannte Zug in Lette hält, und gleichzeitig um Angabe der Zeit. Die Weiterfahrt erfolgt ab Coesfeld 9.53, an Gescher 10.10 Uhr. Ich bitte auch in diesem Falle die Fahrtzugleitung zu veranlassen, daß der Zug Nr.1227 in Coesfeld wartet. Die Rückfahrt erfolgt am 27.11.1938 ab Vreden 16.50, an Ahaus 17.58, an Lette 20.13 Uhr. Ich bitte für die Hin- und Rückfahrt die evtl. notwendig werdenden Verstärkungen anzuordnen.“
Die Geschichte des Monats Juli 2010 ist hier als PDF-Datei herunterladbar.
Juni 2010, Teil III, Nach über 70 Jahren ans Licht gehoben: Akten vom Alten Bahnhof Lette
Die Geschichte des Monats Juni 2010 ist hier als PDF-Datei herunterladbar.
Mai 2010, Teil II, Nach über 70 Jahren ans Licht gehoben: Akten vom Alten Bahnhof Lette
Die Geschichte des Monats Mai 2010 ist hier als PDF-Datei herunterladbar.
April 2010, Teil I, Nach über 70 Jahren ans Licht gehoben: Akten vom Alten Bahnhof Lette
Die Geschichte des Monats April 2010 ist hier als PDF-Datei herunterladbar.
März 2010
120 Kg Zuckerwaren für Empfangsstation Beuron -
Bahn-Frachtbriefe als Schmierpapier für Theologievorlesungen
Die Geschichte des Monats März 2010 ist hier als PDF-Datei herunterladbar.
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